Kunst und Kultur

Ausdrucksstark dargestellt ist hier Ing Peter Matzen aus Hedehusum mit fünfjähriger Tochter und einjährigem Sohn, gemalt von Oluf Braren um 1820, damals Lehrer in Utersum auf Föhr. Braren gilt in seiner ursprünglichen naiven Malweise als bedeutendster nordfriesischer Künstler seiner Zeit, wurde aber erst nach seinem Tode anerkannt. Das schönste und wichtigste Bild ging durch ein Feuer im Altonaer Museum zu Hamburg verloren, ein unersetzlicher Verlust.

Anregungen für seine Malweise erhielt Braren über seinen Freund Nahmen Peter Matthiessen aus Hedehusum, den Bruder der im Bild dargestellten jungen Frau, der sich in der damaligen Zeichenschule von Wilhelm Tischbein in Eutin ausbilden ließ. Ein von Matthiessen 1860 geschenktes Bild hängt in der Kirche St. Laurentii in Süderende.

Auch der modernen Kunst gegenüber ist Hedehusum offen. Im Poolstich 12 in der „ Galerie am Meer„, die von Wolfgang und Inka Kluge geführt wird, finden während der Sommermonate wechselnde Ausstellungen statt, von den Besuchern gern angenommen und beachtet.

Der Maler und Graphiker Reinhard Bordel lebte und arbeitete über 20 Jahre lang in Hedehusum, wo er im August 2004 verstarb. Seine Bilder wurden in vielen nationalen und internationalen Ausstellungen, in Kunstkalendern und Büchern gezeigt. Ihm wurde der Kunst- und Kulturpreis der Ferring Stiftung verliehen, er galt wegen seiner Graphik als „der Radierer von Föhr“.